Gehe zu: Flickr-Seite des ASK Raiffeisenbank Trofaiach
Gehe zu: Impressum der Homepage des ASK Raiffeisenbank Trofaiach
Gehe zu: Login-Seite der Homepage des ASK Raiffeisenbank Trofaiach
Lifetime

BADMINTON

Aus der ursprünglichen "Bewegungstherapie-Partie" ist seit 2002 eine ausgezeichnete "Amateurtruppe" und eingeschweißte Gemeinschaft gewachsen - Badminton, das Spiel für Jedermann und Jederfrau, für alle Altersgruppen und Könnenstufen. Am Anfang stand wieder einmal das traditionelle ASK-Motto: "Federballspielen kann jeder!"

Was in den vergangenen Jahren daraus geworden ist, ist eine Erfolgsgeschichte für sich. Bis zu 12 Spielerinnen und Spieler tummeln sich in der Wintersaison allwöchentlich jeden Donnerstag auf dem Parkett der Sporthalle Vordernberg. Mit viel Engagement, Einsatz, Schweiß und vor allem Spaß geht es zur Sache - egal ob beim gemütlichen Spielchen, beim Einzel-Ranglisten-Duell oder beim amüsanten Doppel mit viel Schmankerln und Finten. Und zweimal im Jahr gibt es Doppelturniere: zum Saisonabschluß im April und am letzten Donnerstag vor Silvester.

Eine neue Ära startete mit Beginn der Wintersaison 2012/13: In 2 Divisionen wird die 1. Trofaiacher Badminton-Stadtliga gespielt. Zuerst geht es in den beiden Divisonen jeder gegen jeden, darauf folgt ab Jänner 2013 das Play Off mit 3 Vierergruppen.

1. Trofaiacher Badminton-Stadtliga

Nach einigen "schweißtreibenden" Einheiten am Tresen war es nun soweit - Anfang Oktober startete die Badminton-Stadtliga in 2 Divisionen und bereits die ersten Runden brachten doch etwas überraschende Ergebnisse. So siegte in Division 1 Mario Blasl knapp gegen ASK-Obmann Robert Koch (3. Satz: 21:19) und in Division 2 schaffte Christian Hayden einen sensationellen Auftaktsieg gegen Rene Reichmann. Der wiederum hielt sich schadlos beim auch überraschenden Sieg gegen Mitfavorit Karl Brandl. Ein Auftakt nach Mass, der die ganze Faszination dieses Spiels dokumentiert und nach Fortsetzung lechzt. Die Kommentare der Unterlegenen waren z.T. nicht druckreif, der Gesichtsausdruck aller Sieger entsprechend entspannt. Die Nachanalyse im Klubheim wurde nicht protokolliert.

(12-10-31 by cook)

Auch gestern fanden wieder zwei Ranglistenspiele statt.
In der 2. Division fegte Hurrikan Brandl Karl trotz Zerrung mit 21:11 und 21:10 über Hayden Christian hinweg.
Christan Hayden dazu im Flashinterview: "So a Schaß"
Rene Reichmann zum Spiel seiner Gruppengegner: "Bin I da Anzige der gegen den net gwinnt?
In der 1. Division konnte Wolfgang Hintringer seinen ersten Sieg einfahren. Er besiegte Gaby Brandl mit 21:12 und 21:9. Gaby bekämpfte anschließend ihren Frust mit einem kleinen Radler. Wolfgang gab uns leider kein Interview, er verabschiedete sich mit den Worten: "I geh heit Tischtennis schaun"

(12-11-09 by gerhard zweiner) 

Nächster Spieltag in der Badmintonliga:
Gerhard Schimd festigte mit dem knappen, aber doch verdienten Sieg über Rene Reichmann seinen Anspruch auf den Aufstieg ins mittlere Playoff.
Auch Hurrikan Brandl konnte mit seinem Erfolg gegen Newcomer Werner Kachelmayer abermals in der Tabelle anschreiben.
in der 1. Division wurde es zwischen Robert Koch und Gaby Brandl sehr eng.
Gaby bemängelte die Unterstützung der Fans und so schaffte sie es leider nicht Robert in einen dritten Satz zu zwingen.
Gaby verlor den zweiten Satz äußerst knapp mit 21 zu 19.

(12-11-16 by gerhard zweiner) 

Schön langsam sind die Fronten geklärt!
In der 1. Division haben die Protagonisten nach dem vergangenen Spieltag ihre Plätze bezogen und manifestiert. So kam Herwig Huber zu einem klaren 2-Satz-Sieg über Routinier Robert Koch, der nur im 2. Satz mithalten konnte und nach 15:11-Führung seinem Einsatz Tribut zahlen mußte. Ganz klar dominierte Wolfgang Hintringer seine Partie gegen Mario Blasl, den selbst nur mehr Terminprobleme auf dem Weg ins Meisterplayoff bremsen können. Gerhard Zweiner lacht indes weiter von der Tabellenspitze, im Duell gegen Herwig Huber geht es nun um die "Goldene Ananas", sprich 1. Divisionstitel. Fix im Mittleren Playoff sind bereits Gaby und Cook.

Eine Vorentscheidung in der 2. Division gab es im Kampf um Platz 2 und Einzug ins Mittlere Play Off. Gerhard Schmid schaffte sich mit einem im 2. Satz umkämpften 2-Satz-Sieg gegen Rene Reichmann die beste Ausgangsposition für den Titel. Der wiederum hofft nun, dass Mitstreiter Karl Brandl in seinem letzten Spiel gegen den "Chinesen" einen Sieg braucht, was nach den zuletzt gezeigten Leistungen jedoch nur bei verschleierten "Geld- oder Warenflüssen" real scheint. Durch den Sieg im direkten Duell würde dann die "Uhr für Rene ticken" - vorausgesetzt natürlich, "Newcomer" Rene kommt in seinem Letztspiel über "Oldboy" Herbert Perko hinweg. Dieser wiederum schaffte in einer auf beachtlichem Niveau stehenden und bis zum Schluß spannenden Partie seinen ersten Sieg gegen Einsteiger Werner Kachelmaier, dem an seinem erst 2. Spieltag der erste Satzgewinn glückte.

Gratulation an alle ... bemerkenswert ist das enorm gewachsene Niveau aller Beteiligten. Der Rest ist nun eine prickelnde Mischung aus sportlicher Action und diversen "Verhandlungen" rund um den Tresen des Klubheims. Restkarten für den finalen Spieltag in der 2. Division am 13. Dezember sind noch unter Ö-Ticket.com erhältlich.

(12-11-24 by cook)

Langsam nähert sich die Vorrunde dem Ende, gestern gab es wieder 2 Ranglistenspiele.
Hayden Christian konnte nach hartem Kampf Newcommer Werner Kachelmayer besiegen. Die allgemeine Meinung im Klubheim zu diesem Spiel: "Wenn da Werner weiter so dazulernt, wird der net mehr lange zu biegen sein für einige Burschn".
In der 1. Division konnte Gerhard Zweiner seinen vierten Sieg einfahren, er besiegte Mario Blasl klar in zwei Sätzen.

(12-12-07 by gerhard)

Letzter Spieltag in der 2. Division!
Im (ge) wichtigsten Spiel des Tages trafen Hurrikan Brandl und Gerhard Schmid aufeinander. Die Halle bebte als Hurrikan Brandl im dritten Satz den Sieg erringen konnte. Durch den Erfolg in der direkten Begegnung errang Koarl B. damit auch noch den Gruppensieg.
Leidtragender dieser unerwarteten Niederlage von Gerhard Schmid war Rene Reichmann. Trotz seines klaren Sieges gegen Herbert Perko bleibt ihm damit der undankbare dritte Platz. Ob Koarl anschließend im Klubheim Gerhard Schmid ein Bier spendiert hat, entzieht sich unserer Kenntnis.
In der 1. Division konnte Mario Blasl mit seinem Sieg gegen Gaby Brandl endgültig den Einzug in das Oberer-Play-Off fixieren.

(12-12-14 by gerhard)

Das Badminton-Turnier am 27.12.2012 war abermals sehr gut besucht, 6 Doppelpaare kämpften um den Turniersieg. Nach der Auslosung und dem Sektempfang durch Obmann Robert Koch ging es am Feld heftig zur Sache. Ein Großteil der Matches war sehr ausgeglichen und man konnte manchen packenden Ballwechsel beobachten. Nach Punktegleichheit kam es zu einem Entscheidungssatz zwischen Huber/Hayden und Zweiner/Reichmann. Rene und Gerhard konnten sich in diesem Satz mit 21 - 6 klar durchsetzen und sicherten sich so den Titel. Im Klubheim fand der Abende bei einer Jause und Nintendo Wii auf der Videoleinwand einen gemütlichen Abschluss.

Endstand:

1. Zweiner/Reichmann
2. Huber/Hayden
3. Hintringer/Koch A.
3. Blasl/Koch N.
5. Schmid/Brandl G.
6. Koch R./Perko

Am 03.01.2013 ging es weiter mit der Badminton Stadtliga.
Im Nachtragspiel in der 1. Division konnte sich Gerhard Zweiner in 3 Sätzen gegen Herwig Huber behaupten und sicherte sich somit den Gruppensieg. Herwig dazu im Klubheim: "I bin derzeit nur zu 29,7321% fit"
Im ersten Spiel der Mittleren-Play-Off setzte sich Schmid Gerhard gegen Brandl Karl in 2 Sätzen mit 21-19 und 21-16 durch. Damit gelang Gerhard die Revanche für die Niederlage im Gruppenspiel der 2. Division. Durch diesen nun doch "leichten" Erfolg mehren sich Gerüchte über mögliche Absprachen der beiden vor dem letzten Spieltag der 2. Division.

(13-01-08 by gerhard)

Die Play-Offs sind gestartet:
Im unteren Play-Off konnte Rene Reichmann seine beiden Spiele gegen Herbert Perko und Christian Hayden souverän gewinnen. Der Gruppensieg wird ihm so wohl nicht mehr zu nehmen sein.
Im mittleren Play-Off kam es zum Duell der Brandels. In diesem konnte sich Gaby gegen Karl mit 21-18 und 21-6 behaupten, damit war der Haussegen gerettet. Als Favorit für den Aufstieg gilt Gerhard Schmid, er gab sich bislang keine Blöße und konnte seine beiden Spiele problemlos gewinnen.
Im oberen Play-Off konnte Mario Blasl zum Auftakt Wolfgang Hintringer in einem harten Kampf mit 21-19 und 21-19 niederringen. Am zweiten Spieltag hatte Mario aber das Nachsehen gegen Gerhard Zweiner, in einem packenden Duell ging Gerhard mit 21-16 und 21-16 als Sieger vom Platz.

(13-02-01 by gerhard)

Die Play-Offs neigen sich dem Ende:
Im unteren Play-Off konnte sich Christian Hayden in 3 Sätzen gegen Herbert Perko durchsetzen. Er gab damit die rote Laterne an Herbert weiter. Leider fehlen noch alle Spiele von Werner Kachelmayer, wir hoffen ihn bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
Im mittleren Play-Off bezwang Obmann Robert Koch im Spiel um den Gruppensieg Gerhard Schmid ebenfalls in 3 Sätzen. Die Niederlage dürfte Gerhard aber nicht allzu sehr stören, er steigt als Gruppenzweiter ebenso wie Robert in die 1. Division auf. Für die "Brandels" bleibt leider nur der Gang in 2. Liga.
Im oberen Play-Off bezwang Gerhard Zweiner in einem unerbittlich geführten Match Wolfgang Hintringer mit 25-23, 13-21 und 21-12. Am Ende der Partie waren beide Spieler durchaus leicht angeschlagen.

(13-02-15 by gerhard)

Herwig Huber ist nun auch in die Play-Offs eingestiegen. Am 27.02 musste er sich Gerhard Zweiner in zwei Sätzen geschlagen geben. Gerhard ist damit mit drei Siegen uneinholbar erster im oberen Play-Off. Auch gestern stand Herwig wieder am Platz, dieses Mal ging es gegen Mario Blasl. Mario konnte seine starke Frühjahrsform abermals bestätigen und bezwang Herwig im dritten Satz mit 23 - 21. Mario wehrte dabei 3 Matchbälle ab und ist mit diesem Sieg sicher zweiter im oberen Play-Off.
Im unteren Play-Off sprang Nick Koch für den verletzten Werner Kachelmaier ein. Nick musste sich im ersten Spiel gegen Rene Reichmann in drei Sätzen geschlagen geben. Rene sicherte sich damit endgültig den Sieg im unteren Play-Off.

(13-03-08 by gerhard)

Endstand in den Play-Offs

RANGLISTE EINZEL (Endstand Saison 2012/13):

1 ZWEINER Gerhard

2 BLASL Mario

3 HUBER Herwig

4 HINTRINGER Wolfgang

5 KOCH Robert

6 SCHMID Gerhard

7 BRANDL Gaby

8 BRANDL Karl

9 REICHMANN Rene

10 KOCH Nick

11 HAYDEN Christian

12 PERKO Herbert

 

GEMMA BOSSELN

„ASK-Klub-Bosselcup“ am Staatsfeiertag brachte Spitzensport, Spaß und knappes Ergebnis

26.10. – Staatsfeiertag – Treffpunkt 10 Uhr: Fitmarsch ? FALSCH!

Fit-Bossel-Marsch des ASK RB Trofaiach.

Nachdem die Premiere im „ASK-Klubbosseln“ im Frühjahr wegen Dunkelheit mit einem Remis „abgebrochen“ werden musste, starteten die echten Bossel-Fans des ASK nun die Zweitauflage und diesmal zeigten sich alle Faktoren super, optimal bis traumhaft: Herrlichstes Spätherbstwetter mit Temperaturen wie im Sommer, Streckenführung optimal bis spannend und 2 Teams, die an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gingen. Mit einem Wort: ASK-würdig! Start und Mannschaftsauslosung war am Parkplatz der Feuerwehr Gimplach.

Schon die ersten Kurven auf Asphalt in Gimplach zeigte die Tücken der Route auf, denn die Kugeln landeten teils in den Wiesen als auch in den Stauden der anliegenden Felder und besonders spannend ging’s zwischen den engen Häusern nahe der tierärztlichen Ranch rund. Auch die Strecke von Gimplach in Richtung Gößgraben hatte ihre Problemstellen und erforderte stets höchste Konzentration. Holzstapel, Regenlacken vom Vortag sowie Zaunpfosten, versteckte Kanalschächte, steile Abhänge, Bachläufe, Kuhfladen etc. etc. stellen sowieso den „Alptraum“ des Bosselspielers dar. Vor allem die steilen Kurven zum Gößbach brachte für das Team „Herz“ einige Probleme, die aber mit viel Einsatz gelöst wurden.

Dennoch schafften die Wettkämpfer den 1. Teil des Kurses bravorös in rund 2 Stunden und beim „Halbzeitstand“ von 78 : 86 für das Team „Kreuz“ gab es die verdiente Mittagspause bei der sogenannten „Gößmühle“. Hier wurde Leo Prettner zum Helden, als er den ferngesteuerten Flieger von Stefan mittels langer Latte aus der Dachrinne des Heustadl rettete …. Nach verdienter Stärkung ging es nun in Richtung Stockschloß und Kurzheim und hier hatte das Team „Kreuz“ einige Sorgen mit Kuhweide und Abhängen, sodass der Vorsprung stark schrumpfte. Einmal musste sogar die gesamte Truppe zum Suchen des Spielgerätes (Kugel) ausrücken, da es im hohen Gras verschollen war. Glück auch, als sich eine Kugel nahe eines Wohnhauses verirrte und in der Folge Leo versuchte durch einen Holzstapel zu werfen.

Zur Lotterie entwickelte sich die leicht abschüssige Gößgrabenstraße samt Abflussrinne sowie die Abzweigung nach Gimplach, wo Cook seine Stärke zeigte. Je näher man dem Ziele kam, umso nervöser wurde schließlich die Mannschaft Herz, sodass das Team Kreuz trotz Problemen beim „Putten“ am Kanaldeckel in Gimplach dennoch das Match klar für sich entschied. Endstand: 136 : 143 und da hier das Team mit der geringeren Wurfzahl gewinnt, ging der Titel „ASK-Bossel-Champ 2006“ an Leo Prettner, Ilse & Günther Steindl, Gerlinde & Robert Koch!

Bei einem verdienten Siegeshappen beim Stegmüller wurde neben den erfahrenen Eindrücken auch eine Vielzahl an neuen Ideen verarbeitet, die schon beim 1. Bosseln im Jahre 2007 angewandt werden sollen. So ist u.a. an den Bau eines „Bossel-Caddy“ gedacht, der die wichtigsten Utensilien wie Verbandszeug, Fischerstiefel, Markierungsbojen, Warnschilder sowie Bierkiste mitführen kann. Und in Kürze ist die 1. Trofaiacher Bosselmeisterschaft für 5-er-Teams in Planung, zu der alle Vereine, Interessenten etc. eingeladen werden sollen. Spielroute allerdings etwas kürzer, denn für die neue „ASK-Standard-Bossel-Strecke“ über Gimplach – Gößmühle – Stockschloß benötigte man immerhin 4 Stunden. Bei diesem Wetter allerdings eine höchst unterhaltsame „Fortbewegungsart“ ….

 

BOSSELN

Boßeln ist eine Sportart.

Mit Schwerpunkt in den norddeutschen Küstenregionen (Ostfriesland, Oldenburg, Dithmarschen, Nordfriesland, Emsland, Grafschaft Bentheim) wird es weltweit gespielt. Andere Verbreitungsgebiete sind die Niederlande oder bestimmte Gebiete der USA, in die es durch deutsche Auswanderer eingeführt wurde.

Beim Boßeln geht es für zwei oder mehr Mannschaften darum, durch abwechselndes Werfen einer schweren Kugel möglichst weit auf der Straße voranzukommen. Schwung geholt wird durch die Drehung um die eigene Körperachse (ähnlich dem Diskuswurf). Die Kugel wiegt mindestens 500 Gramm, ist ursprünglich aus Holz und hat einen Bleikern. Mittlerweile wird auch mit Gummi und Kunststoffkugeln mit einem Gewicht von über einem Kilo gespielt. In der Grafschaft Bentheim und Teilen des Emslandes wird statt der Boßelkugel, der klassische Kloot aus Buchenholz verwendet, ansonsten gelten dieselben Regeln wie beim Boßeln.

Im klassischen Boßeln spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Dabei gibt es keine feste Wurfbahn, sondern jeder Werfer setzt an dem Landepunkt des Vorwerfers an. Daneben gibt die Einzelvariante mit festen Wurfbahnen. Die übliche Saison für das Boßeln liegt im Winter und am Beginn des Frühjahrs. Wer das erste Mal in Ostfriesland mit dem Auto unterwegs ist, wird mit Sicherheit irgendwann auf ein unbekanntes dreieckiges Warnschild mit der Aufschrift "Achtung! Boßeln!" treffen. Auf der Straße finden sich dann Markierungen, die die (zu werfende) Länge anzeigen. Und wenig später kommen sie dann schon: ein oder zwei Dutzend Ostfriesen, manche mit langen Stangen in der Hand, alle konzentriert den Flug einer Hartholzkugel verfolgend, die gefährlich schnell über die Fahrbahn saust.

Geschichtlich jünger als das Klootschießen entwickelte sich das Boßeln erst mit dem Ausbau befestigter Straßen gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Ursprünge liegen sicherlich im Kegelsport, der in Ostfriesland mangels geeigneter Anlagen damals in jedem Ort vor den Wirtshäusern auf der Straße betrieben wurde. Das dabei mehr und mehr ausufernde Wetten und Trinken erweckte schnell das Missfallen der (kirchlichen) Obrigkeit, und so wurde trotz Verbots das liebgewonnene Spiel kurzerhand auf die Straßen außerhalb der Ortschaften verlegt. Das schnell ausufernde Trinken wurde allerdings in den allermeisten Fällen beibehalten.

Seit der Gründung des "Friesischen Klootschießerverbandes" 1902 wurde Boßeln zu einem echten Breitensport, der heutzutage in Landesverbänden und Meisterschaften ausgetragen wird. Zusammen mit Sportlern aus den Niederlanden, Irland und Italien gibt es sogar eine Europameisterschaft im Boßeln. Die letzte Europameisterschaft fand 2004 in Westerstede/Ammerland statt. Weblink - http://www.nordwestreisemagazin.de/bosseln.htm

 

Boßelregeln - Wertungen (Schöt)

Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. In der Regel werfen 5 Werfer je Gruppe. Die Mannschaften bestehen aus jeweils 4 Gruppen. Die Gruppen sind aufgeteilt in: 2 Gruppen mit der Pockholzkugel und 2 Gruppen mit der Gummikugel. In der Zeichnung hat Mannschaft "Schwarz" für die bisher bewältigte Strecke 3 Wurf benötigt. Mannschaft "Rot" schaffte die Strecke mit 2 Wurf. Mannschaft "Rot" liegt mit einem Wurf (Schöt) in Führung. Da die Mannschaft "Schwarz" jetzt mit einem Wurf (Schöt) im Rückstand liegt, ist als nächster Werfer die Nr. 4 der Mannschaft "Scharz" am Zug. Die jeweils zurückliegende Mannschaft wirft zuerst. Werfer Nr. 3 der Mannschaft "Rot" setzt aus. Die nächsten Werfer sind Werfer Nr. 4 der Mannschaft "Schwarz" sowie Werfer Nr. 4 der Mannschaft "Rot".

Ab der kommenden Saison wird in der oben dargestellten Grafik sich folgendes ändern: Die nächsten Werfen sind Werfer Nr. 4 der Mannschaft "Schwarz" sowie Werfer Nr. 3 der Mannschaft "Rot". D. h. bei einem Schöt fällt kein Werfer mehr aus.

 

Neue Boßelregeln ab der Saison 2004/2005 für den FKV - Streckenwerfen

Auf der Delegiertenversammlung des FKV im März 2003 wurden folgende Wettkampfbestimmungen verabschiedet:

1. Die Gruppenstärke wird in allen Altersklassen von 5 auf 4 Werfer reduziert.

2. Im gesamten Ligenspielbetrieb werden die Wettkämpfe als Streckenwerfen mit einer Start-, Wende und Zielmarkierung ausgetragen, wobei die Streckenlänge je nach Altersklasse unterschiedlich ist.

3. Das Ausfallen eines Werfers bei einem Schöt wird nicht mehr praktiziert.

Somit gelten ab der Saison 2004/2005 in allen Ligen des FKV einheitliche Regeln. Im KLV Oldenburg wird das Streckenwerfen schon seit Jahren praktiziert.

Ergebnisermittlung:

- beim Standwerfen (Boßeln und Klootschießen): Summe der festgelegten Einzelwürfe

- beim Mannschaftsboßeln und Feldkampf (Klootschießen): Anzahl der „Schöt“ und Meter.

Geworfen wird auf genehmigten Straßen (Keine Autobahnen, Bundesstraßen und meistens keine Landstraßen) Die Wettkampfsaison erstreckt sich von Sept. - März Leistungssport Boßeln Im Gegensatz zu den Hobbywettkämpfen stehen bei den Punktkämpfen bzw. Kreis-, Bezirks- oder FKV- Meisterschaften die Leistungen im Vordergrund, was nicht heißen soll, dass dieses nicht genauso viel Spaß und Freude bereitet. Bei guten Werfern ist Kraft und Athletik unverzichtbar, um zu den Spitzensportlern zu gehören. Boßelgeschichte

Das Boßeln hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem echten Breitensport entwickelt. Auf den ausgebauten Straßen gewann das Boßeln immer mehr Freunde, und es wird in fast allen Dörfern Oldenburgs und Ostfrieslands in Vereinen betrieben. Es bildeten sich sogar neue Vereine in der Lüneburger Heide, Osnabrück, Nordrhein-Westfalen und im Harz. Klootschießen und Boßeln nach der Gründung des FKV Mit der Gründung des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) am 25. Mai 1902 begann für das Friesenspiel eine neue Epoche. Einer der wesentlichen Satzungspunkte des Verbandes ist neben dem Friesensport der Heimatgedanke mit dem Ziel, die friesischen Sitten und Gebräuche und die plattdeutsche Muttersprache zu pflegen und zu erhalten.