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Skijak - Ein Sport abseits von Masse und Trend - Harald Strohmeier
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Harald Strohmeier
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Harald Strohmeier

Bereits 1928 begann der damals 16-jährige Mittelschüler Harald mit dem Bau seines ersten Segelbootes am neu errichteten Stausee Pernegg und 1930 konstruierte er erstmals ca. 2,8 m lange "Wasserski" aus Holzgerüst und mit imprägniertem Stoff überzogen. Seine ersten Versuche im Kapfenberger Bad endeten mit Schimpf und Schande, denn die sich ablösende Farbe sorgte für beträchtliche Verschmutzung des Badewassers und einer notgedrungenen Verbannung auf die neben dem Bad vorbei fließende Mürz.

Mit Start seines Studiums an der Montanistischen Hochschule in Leoben begann auch die kontinuierliche Fortentwicklung seines Hobbys und die Verlegung seines Haupttrainingsortes in die Floßgasse des Murwehres in Leoben.

Harald Strohmeier in den 30-er-Jahren auf der Wehr Leoben und beim Zusammenbau seiner Skijaks auf der Traun

Von 1934 an begannen seine großen Flusswanderungen vor allem auf Donau, Enns und Traun sowie die ersten Wildwasserversuche auf der Enns bei Großreifling. Ermöglicht wurde dies auch durch die Herstellung der ersten Aluminiumski, die in 3 Teile zerlegbar und am Rücken transportierbar waren.

1936 schritt Strohmeier nach ausgiebiger Vorbereitung zur Tat: Am Patentamt in Wien erhielt er für seine Konstruktion das Patent auf "aus einzelnen geschlossenen Metallkörpern zusammengesetzter Wassergleitschuh". 1938 vollendete er sein Studium für Hüttenwesen und die folgenden Jahre des Krieges brachten eine schwere Verwundung, ein Jahr Lazarett und die Wehrunfähigkeit mit sich.

1945 erging vom Oberkommando des Heeres in Berlin der Auftrag an Strohmeier zum Bau von 1000 Paar "Sumpfwasserski", doch das Ende des Weltkriegs verhinderte diese erste "Massenproduktion". Von den hundert Skiern, die bereits im Testeinsatz waren, sind nur noch zwei Paar erhalten und im Skimuseum Mürzzuschlag zu besichtigen1948 befuhr Strohmeier erstmals die Salza, dafür gleich von Gußwerk bis zur Mündung in die Enns. Da dies anlässlich des traditionellen Pfingstpaddlertreffens der "Naturfreunde" geschah, sorgte er für viel Aufsehen und so manch einer belächelte ihn dabei wohl ...?!

Ein Jahr später wurde er vom berühmten US-Filmemacher De la Varre zu Wasserschi-Film-Dreharbeiten eingeladen und dieser zeigte sich vom jungen Obersteirer derart beeindruckt, dass er dem Sport spontan einen neuen Namen "verpasste":  S K I J A K.

Ende der 40-er-Jahre wurde der Name erfunden: Strohmeier mit dem US-Filmemacher De La Varre und in seiner Produktionsstätte

Von 1950 bis 1970 widmete sich Strohmeier der Weiterentwicklung "seines" Sportes, bald stellte er die Skijaks aus leichterem und widerstandsfähigerem Kunststoff her und konnte sie mittels Anhänger einfacher transportieren.

"Harald Strohmeier in action" - auf der Enns im Gesäuse

Als Harald Strohmeier 1972 in den verdienten Ruhestand bei Böhler in Kapfenberg ging, konnte er sich (fast) ausschließlich seinem Hobby widmen und mit Hilfe seines Sohnes Helmut, der ebenfalls Student der Leobner Montanuni wurde, und den Experten der Kunststofftechnik an der Uni eine moderne Produktionsanlage bauen. So konnten Skijaks, Bindungen und Paddel rationeller, billiger und nach modernsten Erkenntnissen hergestellt werden.