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Skijak - Ein Sport abseits von Masse und Trend - Wenn der Vater mit den Söhnen ....
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Skijak - Ein Sport abseits von Masse und Trend
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WENN DER VATER MIT DEN SÖHNEN …

2006  -  Trofaiachs „Skijak-Pionier“ Robert Koch feierte 25-jähriges Jubiläum

Es war der 15. Oktober 1981, als der damalige Sportstudent Robert Koch mit dem Skijak-Erfinder Harald Strohmeier und anderen Sportkollegen zur ersten Wildwasserfahrt auf „den Skiern, die schwimmen können“, aufbrachen. Schauplatz war die Enns im Gesäuse zwischen Johnsbach und Gstatterboden und „ehrlich gesagt, wir wussten nicht so recht, wie die Sache ausgehen würde!“, war der ehrliche Kommentar des angehenden „Skijakkers“.

In den Jahren danach ging die Entwicklung des Sportes mit Gründung von Vereinen im In- und Ausland steil bergauf, der Export des original steirischen Sportgerätes schaffte es bis Amerika, Südafrika und viele europäische Staaten und die Skijaksportler gehörten zum Bild der heimischen Gewässer wie Kajak, Kanu oder Schlauchboot.

Der älteste Skijakverein der Welt existiert mit dem ASK Raiffeisenbank Trofaiach in unserer Heimat und Obmann und Gründer Koch und seine Paddlerkollegen halten inzwischen alleine die „Skijak-Fahne“ und Erinnerung an den 1995 verstorbenen Kapfenberger Erfinder hoch.

Genau 25 Jahre danach und auf genau derselben Strecke ging diese Reminiszenz nun eine Generation weiter. „Jubilar“ Robert Koch befuhr die für damalige Verhältnisse relativ schwierige Strecke diesmal im herbstlichen Licht gemeinsam mit seinen Söhnen Alexander (21) und Niki (18) und genoss die Befahrung dank moderner Ausrüstung und gewachsener Technik samt Erinnerungen an die Premiere. „Wir wurden damals noch wie Exoten betrachtet und alle glaubten, wir würden hoffnungslos absaufen.“

„Abgesoffen“ war der Trofaiacher damals allerdings schon, denn so wie einige seiner Kollegen endete die Befahrung mit einem unfreiwilligen Bad in den Fluten, wie des Öfteren in der Zukunft, als man die heimischen Flüsse, wie Salza, Mur, Mürz, Erlauf, Steyr, Möll, Lieser, Schwarza etc. erkundete.

Die Liebe zu ihrem Sport führte den Trofaiacher Skijaksportler aber nicht nur in ganz Österreich herum, sondern bot auch die Gelegenheit, Urlaub in Europa mit sportlicher Ausübung zu verbinden. So standen Reisen nach Schweden, Holland, Frankreich, Griechenland, Italien, Tschechien, Deutschland oder Slowenien auf dem Programm und 1983 machten 5 Trofaiacher auch bei der berühmten „Ärmelkanal-Skijakregatta“ mit, die der gebürtige Trofaiacher Heinz Kaltenegger als 2. beendete.

Die Entwicklung des Skijaksportes hat mit dem Tod des Kapfenberger Strohmeier und der Einstellung der Produktion in letzter Zeit einen Einbruch erlitten, für die ambitionierten Trofaiacher Paddler und Koch insbesondere, der mehr „als sportlich gesehen sein halbes Leben mit den Skijaks verbracht hat“, ist das aber kein Grund, die Sportgeräte an die Wand zu stellen. „Man genießt es dann noch mehr, wenn man nicht mehr soviel Zeit hat. Eine Skijakfahrt und das Naturerlebnis gehören zu den aufbauenden und gleichzeitig beruhigenden Erlebnissen und stellen den idealen Ausgleich zur immer schnelllebiger und hektischer werdenden Zeit dar!“

Dass der Skijaksport und das Vereinsleben im ASK stets auch auf die ganze Familie ausgerichtet waren, spiegelt sich in den Mitgliederzahlen wider, denn nahezu die Hälfte davon sind Familienmitglieder und ein Viertel jünger als 25. Und auch Sportlehrer und „Allrounder“ Koch führte seine Sprösslinge schon früh zum Wassersport, denn bereits ab 10 Jahren waren Alex und Nick mit Skijaks unterwegs und nahmen mit 15 Jahren an Wildwasserbefahrungen teil. Der damals noch 17-jährige Nick schaffte bei den Österreichischen Meisterschaften 2005 dann sogar schon den Sprung aufs „Stockerl“ in der Allg. Klasse und so sind seit einigen Jahren bereits technisch schwierige Befahrungen in der Familie möglich.

Mit sichtlichem Stolz schaffte das Trio die Strecke an der Enns ohne größere Probleme, um anschließend beim gemütlichen Zusammensitzen in Erinnerungen und Geschichten von damals zu schwelgen. Und irgendwie war Rührung zu spüren bei den abschließenden Worten: „Der Mensch lebt weiter in seinen Taten … oder in seinen Kindern.“

Weitere Skijak-Bilder finden Sie in unserem Flickr-Skijak-Album.

 

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